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Aufruf zur Demo am 30.09

G20 ist vorbei, Deutschland besinnt sich zurück auf Härte und Verschlossenheit. Rufe nach einem „härteren Kurs gegen links“ werden laut.
Was das für den Kampf um libertäre Freiräume bedeutet, bekamen wir in Bonn erstmals vor 2 Monaten mit,
als die letzte Besetzung des libertären Zentrums (LIZ) gewaltsam geräumt wurde.

Die erste Etage der Rathausgasse 6 sowie das Café im Erdgeschoss waren im Mai 2016 erstmals besetzt worden.
Darauf folgten 8 Monate des politischen und kulturellen Betriebs im LIZ. In dieser Zeit wurde es als Raum für Konzerte
und politische- und Kulturveransteltungen genutzt. Es diente als Treffpunkt für politische Gruppen und alle, die nach
Alternativen zu den herrschenden Verhätnissen suchen.
Die Räume wurden nicht nur kreativ genutzt. Aktivist*innen behoben auch Schäden und hielten die Räume in Stand, trotz
der anhaltenden Versuche der Hausverwaltung, das Projekt zu sabotieren. Mit den Refugees, die in den Etagen über dem
LIZ leben, wurde ein nachbarschaftliches Verhältnis gepflegt. Wir halfen uns gegenseitig, wo von der Stadt und der
Hauseigentümerin nichts kam.

In der gesamten Zeit der Besetzung war das Verhältnis zur Polizei ruhig geblieben. Auch die erste Räumung durch die Kriminalpolizei
im Januar 2017 verlief zwar auf das gröbste unangenehm für die anwesenden Aktivist*innen, jedoch ohne Gewalt durch eigens
georderte Prügeltrupps. Das war die Bonner Polizei wie wir sie kannten: Friedlich, solange wir es blieben, und eher an einem pünktlichen
Schichtwechsel interessiert als an eskalativem Vorgehen gegen den lokalen politischen Aktivismus.

Dieses Verhältnis, so fragil es ohnehin zu jedem Zeitpunkt war, änderte sich für alle sicht- und spürbar am Abend des 28.7.2017.
Nach einem halben Jahr des Leerstands hatten sich die Fenster in der ersten Etage der Rathausgasse 6 wieder geöffnet und heraus hingen
Transparente, die verkündeten: „Wir sind wieder da!“. Vor dem Gebäude fanden sich nicht nur fröhliche Unterstützer*innen des LIZ
ein, sondern binnen kürzester Zeit auch mehrere Streifen- und Mannschaftswagen. Im Folgenden erlebten wir einen gewalttätigen Versuch, die
Menge in der Rathausgasse aufzulösen und konnten schließlich aus der Ferne beobachten, wie Aktivist*innen aus dem Haus gezerrt wurden.
Zum genauen Ablauf:
http://lizbonn.blogsport.de/2017/07/31/polizei-zeigt-was-sie-kann-gewalttaetiges-vorgehen-gegen-hausbesetzerinnen-und-freundinnen-des-liz/

So ein Erlebnis verunsichert. Die Bonner Regierung macht nicht erst seit gestern deutlich, dass ihr nicht
an einem regen, urbanen Leben und einer nachhaltigen, menschenfreundlichen Nutzung des Stadtraums gelegen ist.
Nun scheint sie Menschen, die sich dennoch dafür einsetzen, einschüchtern zu wollen.

Doch wir lassen uns nicht einschüchtern!
Der Kampf um Freiräume muss weitergehen!

Deshalb rufen wir zu einer bunten und lauten Demonstration am 30.9.2017 auf. Los geht es um 17:00 Uhr am Kaiserplatz. Wir werden mit Musik
und Redebeiträgen durch die Stadt ziehen und Aufmerksamkeit für linke Gegenbewegungen in Bonn gewinnen.

Damit öffentliches Leben nicht nur denen zugänglich ist, die es sich leisten können!
Für Räume für selbstorganisierte und unkommerzielle Kultur!
Für Räume um unsere Verhaltensmuster zu hinterfragen und neue Formen des Miteinanders zu entwickeln!
Kein Schlaf ohne libertäres Zentrum!

Offenes Treffen 25.04.15

Wir, laden euch am 25.4.16 zum offenen Treffen in den Netzladen ein (Netzladen e.V. Breite Str. 74 53111 Bonn) Wir wollen die Forderung nach einem Libertären Zentrum in Bonn zeitnah umsetzen. Deshalb möchten wir gemeinsam mit euch über Möglichkeiten sprechen uns öffentliche Räume zu erschließen, sie zu Gestalten und zu verteidigen. Wenn ihr lust habt euch einzubringen oder vielleicht einfach wissen wollt wer wir sind & was wir wollen – kommt rum!
Kein Schlaf ohne Libertäres Zentrum!

Gather and Resist!

Ein Text von Gather & Resist

Das Autonome Zentrum Köln lädt vom 28.6. bis 7.7. zu den GATHER&RESIST – WEEKS OF SOLIDARITY als Tage der Vernetzung und für Aktionen zum Erhalt des AZ in Köln.

Mit der Kampagne KEIN TAG OHNE! mobilisiert das AZ zur Verteidigung des seit über drei Jahren bestehenden Hauses. Am 30. Juni endet der bisher bestehende Nutzungsvertrag. Aber eine Kündigung ist noch keine Räumung: Mit GATHER&RESIST wollen wir gemeinsam die Wiederbesetzung feiern und den Widerstand, den die Stadt erwartet, spürbar machen. (mehr…)

Aktionstag gegen Leerstand

Die LiZ-Kampagne ist nicht die einzige, die sich in Bonn mit dem Thema Leerstand beschäftigt. Deswegen machen wir an dieser Stelle gerne auf einen Aktionstag des »Bonner Aktionsbündnisses gegen Wohnungsnot und Leerstand&öaquo; aufmerksam!

Unter dem Motto »Wohnen ist Menschenrecht« wird
am 8. Juni um 14.00 Uhr, Im Tannenbusch 3
die Kritik an der Wohnungssituation in Bonn auf die Straße getragen. (mehr…)

Nix mit Freiräumen?

Unter dem Titel »Nix mit Freiräumen? Umstrukturierung und Stadtentwicklung am Beispiel der Altstadt« findet am Donnerstag 16.5. ein Vortrag mit anschließender Diskussion mit Holger Schmidt (Planungspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Stadtrat Bonn) statt. Ort: Oscar-Romero-Haus, Heerstr. 205.

Eine Leitfrage wird es sein, ob in Bonn gerade »Gentrifizierung« geschieht.
Ein spannendes Thema, für das die LiZ-Kampagne gerne Werbung macht.

Beginn ist 19.00 Uhr, danach ist die Keller-Kneipe geöffnet.

Wir sehen uns.

(Mehr Infos zum Stöbern und das komplette Programm zu »40 Jahre ORH« findet ihr übrigens hier)