Bericht zur Tanzdemo am 13.01

Am vergangenen Freitag hieß es: Rein in die warmen Wintersachen und ab zur Tanzdemo vom LIZ- Libertäres Zentrum!
Um ca. 18 Uhr versammelten sich ca. 40 SympathisantInnen des Libertären Zentrums in Bonn in der Kurfürstenstraße hinter den besetzten Räumlichkeiten der Rathausgasse 6.
Gegen ca. 18.30 Uhr setzten sich Lauti und Menschen zu treibenden Bässen in Bewegung Richtung Marktplatz/ Innenstadt. Um den eisigen Temperaturen zu trotzen und die Füße schön warm zu halten, wurde der Demozug durchgehend von mitreißenden Beats begleiten. Laut, fröhlich, tanzend zeigte die mittlerweile gewachsene Truppe allen AnwohnerInnen und PassantInnen, dass wir auch nach der erfolgreiche Besetzung vor mittlerweile 8 Monaten immer noch nicht still sein werden.
Weiterhin forderten wir an diesem Abend, so wie jedem einzelnem Tag, mehr Freiräume, mehr emanzipatorisches Leben und weniger Unterdrückung durch repressive Stadtpolitik. Bei der ersten Kundgebung am Friedensplatz lauschten nicht nur die ca. 80 FreundInnen des LIZ den Redebeiträgen der, nein, auch BesucherInnen der Innenstadt blieben stehen und hörten gespannt zu.
Gegen 19.30 Uhr tanzte sich die Gruppe weiter über die Oxfordstrasse in die Bonner Altstadt. Und auch dort, viele neugiere Blicke, die der wachsenden Bewegung zusahen. Die Forderung „Nie wieder ohne LIZ“ war klar und konnte nicht überhört werden.
Ohne Zwischenfälle ging es weiter über die Kölnstraße, den Bertha-von-Suttner-Platz hin zur Rathhausgasse. Dort feierten und freuten sich weitere Menschen, welche sich für ein Konzert im LIZ zusammengefunden hatten, auf der Straße und zogen mit zur Abschlusskundgebung Richtung Marktplatz. Trotz Schneefall brummten die Bässe weiter aus dem Lauti und die Menschen tanzten. Die Abschlusskundgebung brachte es dann noch einmal auf den Punkt. Dass wir immer noch nicht als Stadtpolitische Akteurin ernst genommen werden ist ärgerlich und peinlich und das Bemühen darum, unser Engagement als „verbrecherisch“ darzustellen, zeugt von der Engstirnigkeit der Verantwortlichen. Wir werden nicht hinnehmen, dass die sogenannte Aufwertung der Stadt völlig an den Interessen der Bevölkerung vorbeigeht, noch, dass schon jetzt die Agentur Zebralog gezielt versucht, uns aus den Beteiligungsprozessen herauszuhalten. Das hat nichts mit Bürgerbeteiligung zu tun, sondern ist wieder nur die alte Äußerungsform von Klientelpolitik.
Wir haben noch lange nicht genug: Es reicht uns nicht, dass wir die Bonner Kulturszene mit unserem vielfältigen Angebot bereichern. Es ist nicht genug, dass wir schon jetzt einen Kommerzfreien Raum geschaffen haben, an dem getanzt, gelacht, gestritten, selbstorganisiert gearbeitet und sich entfaltet werden kann. Nein, wir wollen mehr; und diesem Bedürfnis haben wir an diesem Abend wieder einmal Ausdruck verliehen.
Nie wieder ohne!


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